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Mitarbeiter motivieren und führen: Auf dem Weg zu mehr Produktivität

Am 06.10.22

Im Personalmanagement werden Mitarbeiter zu Unrecht für unsichtbar gehalten oder, schlimmer noch, überhaupt nicht berücksichtigt. Die Motivation der Mitarbeiter ist hingegen für Unternehmen von entscheidender Bedeutung, um ihre Geschäftsziele zu erreichen.

Wir wissen, dass der Schlüssel zum Unternehmenserfolg in der Führung, Motivation und dem Engagement des Unternehmensteams liegt. Daher ist die Steigerung der Mitarbeitermotivation für die Erzielung erheblicher Gewinne ebenso wichtig wie die Gewinnung talentierter Mitarbeiter.

Doch wie lassen sich Mitarbeiter führen und motivieren, um die Produktivität des Unternehmens zu steigern?

Voraussetzung für die Mitarbeiterführung und -motivation

Um Mitarbeiter wirksam führen und motivieren zu können, muss man zunächst eine Grundvoraussetzung erfüllen: Sie kennen.

Um eine Person richtig motivieren zu können, muss man nicht nur ihren Charakter und ihre Neigungen kennen, sondern auch ihre Geschichte, ihren kulturellen Hintergrund, ihre Bedürfnisse usw. Persönliche Informationen über einen Mitarbeiter sind ein Schlüsselelement, wenn es darum geht, seine Motivation und Loyalität gegenüber dem Unternehmen zu steigern.

☝ Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu weit in die Privatsphäre Ihrer Mitarbeiter eindringen. Auch wenn man gute Absichten hat, kann es indiskret sein.

Gute Führungskräfte müssen daher in der Lage sein, zwischenmenschliche Beziehungen meisterhaft zu gestalten. Ziel ist es, die Art der Mitarbeiter kennenzulernen, ohne in Bereiche einzudringen, die als zu privat angesehen werden.

Eine Beziehung mit Mitarbeiter aufbauen

Um die Mitarbeiter kennenzulernen, muss man aufrichtig und spontan handeln. Die Beziehung darf nämlich nicht auf einer unpersönlichen Dynamik der reinen Aufnahme von nützlichen Informationen beruhen. Ein solcher utilitaristischer Ansatz schadet von vornherein den Erfolg der Motivationssteigerung der Arbeitnehmer.

Die Kenntnis der Mitarbeiter muss nämlich auf der Grundlage echter und natürlicher Beziehungen entwickelt werden. Das Interesse darf nicht erzwungen oder artefaktisch sein, sondern muss aus einem echten Wunsch nach Konfrontation mit dem eigenen Arbeitsteam entstehen.

Hinter der kognitiven Dynamik der Arbeitnehmer muss daher ein authentischer Beziehungsprozess stehen. In diesem Sinne ist es notwendig, sich auf häufige Konfrontationen mit den Arbeitnehmern einzulassen, sich mal mehr und mal weniger zu unterhalten, sich auf Gespräche einzulassen, die nicht ausschließlich mit der beruflichen Sphäre zu tun haben.

Sobald Sie die richtigen Informationen über Ihre Mitarbeiter besitzen, können Sie die richtige Motivationsstrategie umsetzen, indem Sie die richtigen Elemente nutzen und anwenden.

Wie kann man Mitarbeiter erfolgreich motivieren? 5 Tipps

Die Frage der Motivation von Mitarbeiter kann auf Grundlage einiger einfacher, aber fundamentaler Schritte umgesetzt werden.

1. Ein angenehmes Arbeitsumfeld bieten

Um Mitarbeiter richtig zu motivieren, muss man ihnen zunächst ein angenehmes Arbeitsumfeld bieten. Denn es ist wichtig, dass sich die Mitarbeiter im Unternehmensklima wohlfühlen, damit ihre Produktivität und Kreativität nicht durch Ärgernisse oder Störungen im Zusammenhang mit der Unternehmensdynamik unterdrückt oder beeinträchtigt werden.

Aus diesem Grund sollten Sie einen bequemen und komfortablen Arbeitsplatz mit allen notwendigen Einrichtungen bereitstellen können, um das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu garantieren. Der Raum muss gut organisiert sein, sodass die Privatsphäre gewahrt bleibt und bei Bedarf eine Interaktion möglich ist. Das Design muss dem Auge schmeicheln, die Möbel müssen funktional sein.

Denken Sie auch an Praktiken wie Hybrid Work oder Homeoffice, die zur Motivation der Mitarbeiter beitragen. Die Flexibilität an der Arbeit erhöht das Mitarbeiterengagement und das Erreichen von Unternehmensziele, denn Mitarbeiter können in so einem Arbeitsumfeld wählen, von wo aus sie am liebsten arbeiten, um möglichst bequem und effizient zu sein. Um dies möglichst effizient zu verwalten, können Sie die hybride Arbeitslösung von Pult benutzen: Sie vereint Flex- und Hot-Desk-Reservierung, Raumbuchung, Arbeitsplanung und Besucherverwaltung in einer einzigen Software, damit Sie einen gesunden und motivierenden Arbeitsplatz schaffen können.

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Über die rein materielle und organisationale Seite hinaus muss sichergestellt werden, dass das Personal als Ganzes gut zusammenpasst und sich reibungslos und fröhlich integrieren kann. Wir wissen nämlich, dass die Arbeitsumgebung zu einem großen Teil durch die menschliche Attraktivität der Kollegen bestimmt wird.

Es empfiehlt sich daher, das soziale Klima im Unternehmen zu beobachten und bei Neueinstellungen besonders darauf zu achten, Kandidaten mit ausgeprägten Soft Skills auszuwählen, die zu den bereits im Unternehmen beschäftigten Menschentypen passen.

Es ist also wichtig, dass eine zusammenhängende Gruppe gebildet wird. Auf diese Weise werden die Mitarbeiter eher motiviert sein, nicht nur zur Arbeit zu gehen, sondern sich auch mit Engagement und Freude ihren Aufgaben und Pflichten zu widmen.

2. Aufgaben und Ziele im Detail definieren

Die Aufgaben, die den einzelnen Mitarbeitern zugewiesen werden, sowie die strategischen Ziele, die für das gesamte Team festgelegt werden, sollten detailliert ausgearbeitet werden.

Unklare Aufgaben und verworrene oder, schlimmer noch, nicht realisierbare Ziele können zu einer Verschlechterung der Mitarbeitermotivation führen, oder sogar zur Demotivation der Mitarbeiter. Unklarheit und fehlende Aufgabendefinition können zu einem Anstieg des persönlichen Stresses und damit zu einem Rückgang der Performance führen. Aus diesem Grund ist es eine Voraussetzung, dass Sie alles definieren, was sie zu tun haben.

Sie können zum Beispiel die Ziele nach der SMART-Methode definieren. Jedes Ziel müsste demnach folgende Kriterien erfüllen:

  • Specific (spezifisch)
  • Measurable (messbar)
  • Attainable (attraktiv oder erreichbar)
  • Relevant (realistisch oder relevant)
  • Time-bound (terminiert oder zeitlich begrenzt)

3. Interne Kommunikation und Teamarbeit fördern

Die Kommunikation ist das Herzstück der Mitarbeitermotivation. Deshalb ist es im Unternehmenskontext von entscheidender Bedeutung, die interne Kommunikation zwischen und mit den Mitarbeitern zu fördern. Nicht nur um ein Feedback darüber zu erhalten, was nicht funktioniert, sondern auch um zu verstehen, wie die Mitarbeiter selbst die Unternehmensdynamik empfinden.

Jeder Mitarbeiter muss sich angehört und verstanden fühlen. Wenn er seine Meinung äußert, muss er dafür nicht verurteilt werden. Deshalb lohnt es sich, Zeit und Ressourcen in die Umsetzung interner Kommunikationsinitiativen zu investieren. Dies kann durch E-Mails, Mitteilungen, Briefe, Formulare, Berichte, Newsletter, Interviews, Meetings, Schulungen, Anrufe usw. geschehen.

Die interne Kommunikation muss nicht nur zwischen Management und Mitarbeitern, sondern auch unter den Kollegen selbst gefördert werden. Schaffen Sie in diesem Sinne ein Klima des Vertrauens zwischen den Mitarbeitern: Das Unternehmen ist ein Team von Menschen, die in Synergie arbeiten und die ein bestimmtes Ziel erreichen wollen. Vertrauen ist deswegen ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensproduktivität.

Ein Klima des Vertrauens in einem Unternehmen bedeutet aber nicht, dass die bestehenden Hierarchien beseitigt werden sollten oder dass alles erlaubt sein sollte, ganz im Gegenteil. Die Förderung eines entspannten sozialen Klimas bedeutet nicht, dass die bestehenden Beziehungen zwischen den Parteien ignoriert werden sollen. Ein angenehmes Arbeitsumfeld ist jenes, das klug genug ist, um die Bedürfnisse jedes Einzelnen zu berücksichtigen.

4. Menschen aufwerten

Gute Leistung belohnen

Die persönliche Motivation ist in jedem Bereich eng mit der Anerkennung und dem Lob verbunden: Ein belohnter Arbeitnehmer wird zufriedener und daher motivierter sein. Gesten der Anerkennung gegenüber den Mitarbeitern führt häufig zu einem positiven Ergebnis und sind daher ein hervorragender Motivationsfaktor.

Eine Belohnung bedeutet jedoch nicht unbedingt eine Lohnerhöhung, sondern kann auch ganz natürlich in Form von Wörtern geäußert werden: Seinen Sie authentisch und ehrlich, und gratulieren Sie regelmäßig Ihre Mitarbeiter.

Mitarbeiterschulungen planen

Die Motivation der Mitarbeiter kann auch durch die Organisation von Schulungen oder verschiedenen Ausbildungsmaßnahmen gefördert werden. Mitarbeiter legen viel Wert auf die Möglichkeit, ihr Wissen zu erweitern, neue Fähigkeiten zu erwerben oder ihre Interessen zu pflegen.

Mitarbeiter werden sich wertgeschätzt fühlen, wenn sie an verschiedenen Unternehmensinitiativen teilnehmen können. Zeigen Sie ihnen, dass es sich lohnt, in sie zu investieren: Sie werden viel motivierter sein.

Berufliche Weiterentwicklung ermöglichen

Was kann einen Arbeitnehmer mehr motivieren als die Perspektive auf eine berufliche Weiterentwicklung? Sicherlich ein pragmatischer Aspekt, der aber nicht unterschätzt werden darf. Viele Arbeitnehmer werden durch die Erwartung höherer Gehälter oder durch die Aussicht auf einen Aufstieg auf der Karriereleiter und die Erweiterung ihrer Beschäftigungsperspektiven motiviert.

Die Möglichkeit der beruflichen Weiterentwicklung könnte also durchaus ein nützliches Element sein, um die Produktivität der Arbeitnehmer zu steigern.

5. Den Mitarbeitern das richtige Maß an Autonomie gewähren

Eine erdrückende Leistungskontrolle sowie eine übermäßige Arbeitsüberwachung können für die Beschäftigten manchmal belastend und einschränkend sein. Auch die Zuweisung von monotonen und überstrukturierten Aufgaben kann in manchen Fällen zu Langeweile führen und damit die Kontinuität der Motivation untergraben.

Die Herausforderung ist deswegen, das richtige Gleichgewicht zu finden und den Mitarbeitern das richtige Maß an Autonomie zu gewähren. Dies macht sie selbstbewusster und wird im Allgemeinen sehr geschätzt.

Wie kann man Mitarbeiter erfolgreich führen? 5 Tipps

Das Management von Mitarbeiter kann durch folgende Tipps effizienter erfolgen:

1. Zuhören

Gutes Zuhören ist für die Führungsrolle unerlässlich und beginnt schon bevor man sich überhaupt mit einem Mitarbeiter zusammensetzt. Um gut zuhören zu können, muss man unvoreingenommen sein und darf nicht vor oder während des Gesprächs übereilte Antworten auf die Probleme geben.

Selbst wenn die Ursache eines Problems auf der Hand liegt, müssen Sie so viel möglich über die Situation erfahren und nicht einfach mit einer möglichen Lösung hereinplatzen. Bereiten Sie sich auf Meetings vor, aber gehen Sie nicht in dem Glauben hinein, alle Antworten zu kennen.

2. Häufig und offen kommunizieren

Die beste Möglichkeit, Ihre Managementkompetenzen zu verbessern, liegt in der häufigen Organisation von Einzelgesprächen (1:1-Meetings) mit Ihren Mitarbeitern. Sie können in Form von wöchentlichen Treffen abgehalten werden und über Projekte, Aufgaben und Ziele mit jedem direkten Mitarbeiter zu besprechen.

Natürlich gibt es neben den positiven Aspekten der Kommunikation auch eine Reihe von Punkten, die man vermeiden sollte. Sich häufig mit den Mitgliedern Ihres Teams zu treffen und sich mit ihnen auszutauschen ist zwar eine gute Idee, aber Sie sollten nicht zu viele Besprechungen planen oder Mikromanagement ausüben. Dies sind schädliche Führungsstile, die sich negativ auf Ihre Arbeitsbeziehungen auswirken können.

3. Persönliche Probleme von organisatorischen Problemen trennen

Mitarbeiter werden Probleme haben und Sie werden helfen müssen, sie zu lösen. Die Ursachen für Probleme am Arbeitsplatz lassen sich häufig in zwei Kategorien einteilen: organisatorische und persönliche.

Organisatorische Probleme sind zum Beispiel:

  • wenn Teams nicht in der Lage sind, die Arbeitslast kollektiv zu verarbeiten,
  • Konflikte zwischen den Teammitgliedern aufgrund einer insgesamt schlechten Leistung,
  • Probleme im Arbeitsablauf, die häufig zu Fehlern oder Verzögerungen führen,
  • fehlende Kontrolle der Mitarbeiter über Arbeitsprojekte.

Diese Probleme sind auf inhärente Probleme innerhalb der Organisation des Unternehmens zurückzuführen. Manager müssen ihre Managementfähigkeiten einsetzen, um das organisatorische Problem hinter den oben genannten Problemen zu verstehen.

Dagegen sind persönliche Probleme zum Beispiel:

  • der Arbeitsablauf eines Mitarbeiters,
  • ein unzufriedener Mitarbeiter mit seiner Leistung,
  • das Desinteresse eines Mitarbeiters für sein Arbeitsprojekt,
  • die individuelle Arbeitslast eines Mitarbeiters.

Solche Probleme, wenn sie bei nur einigen Mitarbeitern auftreten, können mit Ihren Personalführungsfähigkeiten und ohne größere Umstrukturierung behoben werden.

4. Das Vorbild sein

Als Chef werden Ihre Mitarbeiter Ihr Verhalten nachmachen:

  • Kommen Sie zu spät, werden Ihre Mitarbeiter denken, es sei in Ordnung, zu spät zu kommen.
  • Behandeln Sie Ihre Mitarbeiter schlecht, werden andere denken, dass es in Ordnung ist, Kollegen genauso zu behandeln.
  • Und wenn Sie anfangen zu faulenzen, werden Ihre Mitarbeiter denken, dass es auch in Ordnung ist, so zu arbeiten.

Damit Ihre Mitarbeiter sich so verhalten, wie Sie es erwarten, sollten Sie sich bemühen, selbst der ideale Arbeitnehmer zu sein. Besonders wenn Sie vor Ihrem Team stehen, müssen Sie mit bestem Vorbild vorangehen.

5. Performance verwalten

Ein weiterer Tipp für Manager: Indem Sie klare Leistungsanforderungen definieren, können sie Mitarbeiter motivieren. Messen Sie dann ihre Performance ohne Mikromanagement zu betreiben und Diskretion zu mangeln. Häufige Feedbackgespräche und Mitarbeiterbeurteilungen helfen den Mitarbeitern, auf Kurs zu bleiben, und Sie werden zu einer besseren Führungskraft.

Wie können Sie aber die Performance Ihrer Mitarbeiter beurteilen? Es gibt sogenannte Performance Review Software, oder Software zur Mitarbeiterbewertung, die mit Funktionen wie 360°-Feedback oder Leistungsnachweise die Weiterentwicklung Ihrer Mitarbeiter fördert.

Fazit

Die oben genannten Strategien sollten Ihnen helfen, ein Umfeld zu schaffen, in dem Ihre Mitarbeiter als Individuen erfolgreich sein und gleichzeitig zum Unternehmenserfolg beitragen können.

Zum Schluss, erfolgreiche Manager sind ein wichtiger Bestandteil jeder Organisation, die wachsen und erfolgreich sein will. Sie helfen beim Aufbau starker Teams und sorgen dafür, dass Initiativen, Projekte und andere Funktionen gut funktionieren. Gute Leader verfügen über starke kommunikative und zwischenmenschliche Fähigkeiten. Und jeder kann diese Fähigkeiten entwickeln.

Seit meinem Einstieg bei Appvizer 2020 als Praktikant engagiere ich mich leidenschaftlich für die Auswahl optimaler Lösungen, um den Alltag von Unternehmen zu erleichtern. Diese Leidenschaft führte mich zum Marketing Manager Germany und schließlich 2023 zum Analytics and Paid Acquisition Manager, wo ich meine Expertise weiter vertiefe.

Education: HEC Liège - Universität Hohenheim. Published works and citations: Un voyage au-delà de la réalité : l'influence de la réalité virtuelle sur les expériences de marque et les intentions de visite dans le tourisme, available on MatheO. Expertise: SEM (SEO, SEA, SMA, SMO), Brand Experience, Traffic Management, Lead Generation, Analytics.

Jérémy Hasenfratz

Jérémy Hasenfratz, Analytics & Paid Acquisition Manager, Appvizer

Transparenz ist ein zentraler Wert für Appvizer. Als Medienunternehmen ist es unser Ziel, unseren Lesern nützliche und qualitativ hochwertige Inhalte zu liefern und gleichzeitig Appvizer zu ermöglichen, davon zu leben. Deshalb laden wir Sie ein, unser Vergütungssystem zu entdecken.   Mehr erfahren

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