Unbefristeter Arbeitsvertrag: Definition, Inhalt und Muster

von Ivanna Nosel. Am 19. Februar 2021 aktualisiert, ursprünglich im Oktober 2020 veröffentlicht
Unbefristeter Arbeitsvertrag: Definition, Inhalt und Muster

Nach deutschem Arbeitsrecht gibt es keine formalen Anforderungen für den unbefristeten Arbeitsvertrag.

So kann ein Arbeitsvertrag entweder mündlich oder schriftlich geregelt sein. Der Arbeitgeber ist jedoch gesetzlich verpflichtet, dem Arbeitnehmer innerhalb von vier Wochen ein schriftliches Dokument, das die wesentlichen Elemente des Arbeitsvertrags zusammenfasst, auszuhändigen (Nachweisgesetz - NachwG).

3 Haupttypen von Arbeitsverträgen in Deutschland

Der befristete Arbeitsvertrag

Der befristete Vertrag muss gemäß § 14. 4 Teilzeit- und Befristungsgesetz-TzBfG schriftlich abgeschlossen werden. Liegt kein schriftlicher Vertrag vor, wird er als unbefristeter Vertrag eingestuft.

Der befristete Arbeitsvertrag muss die voraussichtliche Dauer des Arbeitsverhältnisses, die Dauer einer allfälligen Probezeit und eine Klausel über eine allfällige Vertragsverlängerung enthalten.

In Deutschland gibt es zwei Arten von befristeten Verträgen:

  • Der befristete Vertrag aus objektiven Gründen (Befristung mit Sachgrund).
  • Der befristete Vertrag ohne jeden objektiven Grund (Befristung ohne Sachgrund).

Zeitarbeit

Es ist das Zeitarbeitsunternehmen, das den Arbeitnehmer bezahlt, und nicht das Unternehmen, für das der Arbeitnehmer arbeitet. Eine vorübergehende Entsendung darf 12 Monate nicht überschreiten. Vor Beginn des Einsatzes muss ein Vertrag zwischen den 3 Parteien (Zeitarbeitsunternehmen, Arbeitgeber, Arbeitnehmer) unterschrieben werden.

Unbefristeter Arbeitsvertrag

Der unbefristete Arbeitsvertrag kann mündlich abgeschlossen werden, aber der Unternehmer hat eine Frist von 4 Wochen für die Erstellung eines Arbeitsvertrages. Dieses Schreiben muss die Unterschriften sowohl des Arbeitgebers als auch des Arbeitnehmers enthalten, damit es gültig ist. Ihre Unterschriften können Sie einfach und sicher mit dem französischen Softwarehersteller Yousign bearbeiten. Die Firma bietet ausgezeichnete Lösungen für elektronische Signaturen an. Yousign ist eine vertrauenswürdige Drittpartei und eine auf europäischer Ebene anerkannte Zertifizierungsbehörde.

In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf dem unbefristeten Arbeitsvertrag und seine wesentlichen Elementen. Am Ende des Artikels können Sie das Muster für einen unbefristeten Arbeitsvertrag herunterladen.

Grundlagen eines unbefristeten Arbeitsvertrages

Was ist ein unbefristetes Arbeitsverhältnis?

Ein unbefristeter Arbeitsvertrag hat keine feste Laufzeit. Üblicherweise wird ein solcher Vertrag durch den Willen der Parteien beendet (Kündigung durch den Arbeitnehmer, Entlassung durch den Arbeitgeber oder Kündigung durch Vereinbarung). Ein unbefristeter Vertrag endet spätestens dann, wenn der Mitarbeiter in den Ruhestand geht.

Was muss in einem unbefristeten Arbeitsvertrag stehen?

Unter anderem sind die folgende Elemente in dieses Dokument aufzunehmen (§2.1 NachwG):

  • Die Namen und Adressen der Parteien

  • Das Anfangsdatum des Arbeitsvertrags

  • Der Arbeitsort
    Wenn der Arbeitnehmer nicht an einem Ort, sondern an mehreren Orten arbeiten soll, muss dies ebenfalls erwähnt werden.

  • Die Probezeit (wenn nötig)
    Eine Probezeit ist sehr üblich, aber es gibt Unterschiede in der Nutzung dieser Periode.
    In der ersten Variante sorgt eine Klausel dafür, dass die ersten sechs Monate als Probezeit gelten. Die Wirkung einer solchen Klausel besteht darin, dass für die Beendigung des Vertrags eine Frist von zwei Wochen eingesetzt wird.
    Die Klausel in der zweiten Variante legt fest, dass der Arbeitsvertrag auf diese Probezeit beschränkt ist (zum Zweck der Erprobung befristet) und dass er nach Ablauf der im Vertrag vorgesehenen Zeit gekündigt werden kann, ohne dass es eine Kündigung benötigt.
     

  • Eine kurze Beschreibung der Position oder der Tätigkeiten, die der Mitarbeiter ausführen soll
    Dies ist wichtig, weil die Stellenbeschreibung im Arbeitsvertrag das Arbeitsumfeld und die Verantwortlichkeiten des Arbeitnehmers definiert. Wenn aus dem endgültigen Vertrag nicht hervorgeht, dass der Angestellter z. B. der Verkaufsabteilungleiter ist, sondern nur auf die Rolle eines Arbeitnehmers beschränkt ist, dann hat der Arbeitgeber die Möglichkeit, dem Angestellten nur untergeordnete Aufgaben zu übertragen.
     

  • Die Zusammensetzung und Höhe der Vergütung
    Das sind Boni, Zuschüsse, Prämien, Sondervergütungen und alle anderen Gehaltsbestandteile und deren Fälligkeiten.
     

  • Verschwiegenheitspflicht (wenn nötig)
     

  • Über­stun­den (wenn nötig)
    Auch ohne schriftliche Regelungen im Vertrag muss der Arbeitgeber Überstunden separat bezahlen. Nur "hochqualifizierte" Stellen oder diejenigen mit einem Einkommen über 5800 Euro (im Westen) bzw. 4900 Euro (im Osten) sind nicht von einer vom Gericht definierten gerechten Vergütung betroffen und hängen daher von einer Klausel in ihrem Vertrag ab, die ihre zusätzliche Vergütung im Falle von Überstunden festlegt.
     

  • Die vereinbarte Arbeitszeit
    In der Regel ist in einem Arbeitsvertrag ein Stundensatz pro Woche genau festgelegt, in der Regel zwischen 20 und 40 Stunden.
    In diesen Verträgen wird jedoch in der Regel keine genaue Verteilung dieser Arbeitszeit festgelegt. Vielmehr gilt die Regel, dass diese Verteilung nach betrieblichen Erfordernissen erfolgt. Mit anderen Worten bedeutet diese Klausel, dass der Arbeitgeber selbst entscheiden kann, dass der Arbeitnehmer von Montag bis Donnerstag von 9 bis 17.30 Uhr, dann am Freitag von 15 bis 19 Uhr und schließlich am Samstag von 8 bis 12 Uhr insgesamt 40 Stunden pro Woche arbeiten wird.
     

  • Krankheit
    Im Krankheitsfall ist der Lohn des Arbeitnehmers bis zu sechs Wochen durch den Arbeitgeber versichert (§ 3 Entgeltfortzahlungsgesetz EntgFG). Voraussetzung dafür, dass der Arbeitnehmer diese Regelung in Anspruch nehmen kann, ist dass er mindestens vier Wochen ununterbrochen gearbeitet hat.
    Nach Ablauf der sechswöchigen Lohnfortzahlung erhält der Arbeitnehmer, falls er noch krank ist, Krankentagegeld von der Krankenkasse.
     

  • Die Dauer des bezahlten Jahresurlaubs
    Jeder Mitarbeiter hat Anspruch auf bezahlten Urlaub. Nach dem Bundesurlaubsgesetz (BurlG) muss der Arbeitgeber mindestens 24 Arbeitstage bezahlten Urlaub pro Jahr gewähren, wenn der Arbeitnehmer 6 Tage in der Woche arbeitet. Zählt die Arbeitswoche 5 Tage, beträgt der gesetzliche Mindesturlaub 20 Arbeitstage.
    Der Anspruch auf bezahlten Urlaub wird in vollem Umfang erworben, wenn der Arbeitnehmer ein Dienstalter von mehr als 6 Monaten erreicht hat (§ 4 BUrlG). Wird der Vertrag vor diesem Zeitraum gekündigt, hat der Arbeitnehmer Anspruch auf 1/12 des Jahresurlaubs für jeden vollen im Betrieb verbrachten Monat (§ 5 BUrlG).
     

  • Die Kündigungsfrist im Falle der Beendigung des Arbeitsvertrags
    Die Kündigungsfristen sind vertraglich im Arbeitsvertrag oder in ausgehandelten Tarifverträgen festgelegt.
    Während der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden.
    Am Ende der Probezeit beträgt die Kündigungsfrist für die Entlassung oder den Rücktritt 4 Wochen zum 15. des Monats oder zum Monatsende. Bei einer Betriebszugehörigkeit von zwei Jahren beträgt die Kündigungsfrist einen Monat zum Monatsende.
    Das Arbeitsverhältnis endet ohne Kündigung spätestens mit Ablauf des Monats, in dem der Arbeitnehmer das Renteneintrittsalter vollendet hat.
     

  • Allgemeine Informationen über Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen oder andere auf das Arbeitsverhältnis anwendbare Vereinbarungen.
     

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